Gute Weine

Was ist guter Wein?

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Wir hoffen, es überrascht Sie nicht, dass wir auf diese Frage keine spontane Antwort finden. Das Motto „Gut ist, was gefällt“ wird gern herangezogen, genügt uns aber nicht, denn persönlicher Geschmack reicht nicht immer aus, um Qualität zu beschreiben.

Und wenn sich auch die Parameter für Geschmack, Qualität oder Schönheit nicht auf dem Reißbrett fixieren lassen, gibt es aber einen Begriff, der in Gesprächen, Seminaren, Weinproben und an langen Abenden immer wieder eine zentrale Rolle spielt: Balance. Balance ist das ausgewogene Zusammenspiel aller Substanzen im Wein wie beispielsweise Säure, Restzucker, Alkohol, Mineralstoffe oder auch Fruchtaromen.

In Balance steckt aber noch mehr als das Gleichgewicht von chemischen Parametern (Schließlich kann das dünnste Weinchen balanciert sein.): Herkunft. Ein Begriff, der deshalb in allen Qualitätsbegriffen der klassischen Weinwelt eine wesentliche Rolle spielt: origen, origin, origine, bestimmtes Anbaugebiet. Ein Wein dankt seine Herkunft nicht nur dem Boden, auf dem er gewachsen ist, sondern auch der Rebsorte, dem Jahrgang mit seiner Witterung und nicht zuletzt dem Menschen, der ihn vom ersten Rebschnitt im Winter bis zur Ernte und anschließend bei der Reifung im Keller begleitet.

Zugegeben, das klingt zunächst nach einem recht intellektuellen Trinkvergnügen, doch ein großer Wein ist mehr als das. Ein großer Wein ist immer sinnlich und verführerisch und lässt Sie an all das eben Gelesene gar nicht erst denken. Und wenn Sie je beim Trinken eines Weines eine Gänsehaut bekommen und wenn die Lust auf den Wein nicht abreißen will, dann wissen Sie: Das ist guter Wein.